Irland der Südwesten an Land

Bilder+WorteR-Atlantik (Europa)

travelling irish land + sea | Cork to Dublin (I)

Ein besonderer Irlandtörn mit Landreise – zurück nach 34 Jahren
Ich setzte nach dem Flug von Frankfurt nach Cork meine Füße auf den irischen Boden und hebe erst nach knapp 3 Wochen von Dublin aus wieder ab. Und zwischendrin … ja es schaukel für 9 Tage wieder unter meinen Füßen. Beides ist ein besonderes Gefühl, ob man nun in der Luft oder auf dem Wasser Distanzen überwindet. Der Flug mit der kleineren Maschine als üblich verläuft dennoch recht angenehm, wobei uns der Atlantik noch fordern wird.

Im Mai 1992 kamen meine Cousine und ich für eine dreiwöchige Radreise nach Irland. Die Anreise erfolgte mit dem Zug von Strasbourg über Paris nach Cherbourg und mit der Fähre nach Rosslare Habour, Südost Irland. Weiter mit dem Zug über Dublin nach Westport, Westküste. Von da aus mit dem Drahtesel immer am Wild Atlantik Way gen Süden, über Conamara bis zum Ring of Dingle. Zurück mit dem Zug von Killarney nach Rosslare Habour. Jetzt entdecke ich 2025 mit meiner intensiven Reise im Südwesten einmal mehr einen neuen Teil von Irland, dass einen herzensgut empfängt und landschaftlich immer wieder zum Staunen bringt.

von Cork nach Dingle übers Land
Auch wenn Cork etwas stromaufwärts liegt, spürt man die Küstennähe. Die betonnte Fahrrinne windet sich mehrere Meilen den River Lee hinauf, bis man zum industriell geprägten Stadthafen kommt. Aber das ist hier bei Cork und besonders an der Westküste nichts Ungewöhnliches, denn es bedeutet meist einen sicheren Liegeplatz. Der Wind kommt aus Westen, das Wetter mit seinen Launen auch. Ich nehme das Grün, das Weiß mit Hellblau und das Dunkelblaugrau des Flusses wahr. Laufe, erfreue mich, komme runter, bin endlich weg, von all dem, das nervt. Immer mit dem Geruch vom Brackwasser und Tide in der Nase; sowie dem kühlen Wind und der warmen Sonne. Jetzt bin ich hier.

Die Pause bevor der nächste Bus zurück nach Cork fährt, verbringe ich in meinem ersten Pub. Der ist am Spätnachmittag noch nicht sehr belebt :-)! Bei späterer Gelegenheit nehme ich in der Innenstadt von Cork noch einen sehr leckeren Espresso aus der „La Marzocco“, der Schönen, mit. Seit dem Trip nach Florenz mit einem Besuch der Produktionsstätte dieser ikonischen Geräte schwärme ich für diese und hätte selber gerne eine daheim stehen. Nach drei Tagen fahre ich ganz unkompliziert mit dem Bus nach Killarney.

Von Killarneys Bergen zum Atlantik oder Irlands Südwesten hat viel zu bieten
Für knapp eine Woche ist Killarney meine Basis und perfekt für viele Erkundungsfahrten. Trotz der Attraktionen im National Park und dem Ring of Kerry zieht es mich an diesem Sonntag auf der N71 in den äußersten Südwesten nach Baltimore. Die See, den Atlantik, beide habe ich noch nicht zu Gesicht bekommen. Ich bin jetzt schrecklich ungeduldig.

Owengarriff River, Killarney National Park

Bantry Bay; endlich, wenn auch nur im Scheitel der tiefen Bucht, es ist Atlantikwasser.

Die Fahrt über die kleinen Straßen dauert ewig, obwohl es nur etwas über 100 km sind. Nachdem das Ende der Bantry Bay erreicht ist, wären rechter Hand Sheap und Minzen Head lohnende Wanderziele und sicher mit beeindruckenden Küsten abseits von den Touristenströmen auf dem Ring of Kerry. Erst am frühen Nachmittag erreiche ich endlich Baltimore. Für die Überfahrt zu den vorgelagerten Inseln Sherkin oder Cape Clear Island oder gar Whalewatching reicht es mir nicht mehr. Leider. Damit ist der südwestlichste Punkt von Irland, den ich mir vorgenommen hatte, nicht geschafft. Der südwestlichste Punkt des europäischen Festlands Capo Sant Vincente habe ich schon in Portugal besucht. Mich reizen immer die Grenzen, die Küstenlinien -> Blogbeitrag Perspektiven. Nun muss endlich der Atlantik her …. Baltimore Beacon.

Der Atlantik – Blick nach Südwesten fast am südwestlichsten Punkt.
Für spontane Lossegler in diese Richtung wird es der Nordosten von Südamerika

Unser Skipper hatte zudem die Chance auf seiner Route von Brest nach Dingle für seine zukünftige Crew eine kleine Überraschung zu filmen, den Fastnet Rock. Der sagenumwobene, historisch – legendäre und viel umrundete kleine Felsen mitten im Meer.

Ring of Dingle und doch noch mal Berge
Nördlich von Killarney wollte ich noch den Starthafen Dingle vorab checken. Somit wurde die Runde vom Ring of Dingle mein nächster Favorit. Morgens noch mit Schlechtwetter am Prachtsandstrand am Ende der Bucht von Dingle. Mittags Besuch des Stadthafens und ein langer Aufenthalt am Dunmore Head mit prächtigem Blick auf Great Blasket Island. Am letzten Tag gabs eine Bergwanderung, die führt mich zum höchsten Berg von Irland dem Carrantuohill mit 1.038 m.

Dunmore Head mit Great Blasket Island, westlichstes Festland von Irland;
hey wir werden uns noch von der anderen Seite sehen.

Dingle Marina, unser Ausgangshafen.

Carrantuohill

Seolann muid ar an Aigéan Atlantach – wir segeln (endlich) auf dem Atlantik
coming soon im Teil II.

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